Architekturwettbewerb Sicherheitszentrum Tirol entschieden

Der Siegerentwurf aus dem zweistufigen Architekturwettbewerb für das Sicherheitszentrum Tirol stammt von der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Geiswinkler & Geiswinkler Architekten ZT GmbH/HD Architekten Ziviltechniker GmbH.

Sicherheitszentrum Tirol 1. Rang | Visualisierung © ARGE Geiswinkler - HD Architekten   1/3

Am 04. Mai 2018 präsentierten Innenminister Herbert Kickl, Landeshauptmann Günther Platter, ARE Geschäftsführer Hans-Peter Weiss, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer und Landespolizeidirektor Helmut Tomac die Pläne für das neue Sicherheitszentrum Tirol. Der Siegerentwurf aus dem zweistufigen Architekturwettbewerb stammt von der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Geiswinkler & Geiswinkler Architekten ZT GmbH/HD Architekten Ziviltechniker GmbH. Dabei setzte sich die ARGE in dem EU-weit ausgeschriebenen Verfahren gegen 27 weitere Einreichungen durch. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 80 Millionen Euro wird von der Liegenschaftseigentümerin ARE Austrian Real Estate GmbH (Tochter der Bundesimmobiliengesellschaft) realisiert. Laufen die Detailplanungs- und Genehmigungsprozesse reibungslos, erfolgt der Baubeginn 2019.

Übersichtlichkeit und Funktionalität im neuen Sicherheitszentrum Tirol
Das neue Sicherheitszentrum Tirol bündelt künftig auf rund 22.500 Quadratmetern Nutzfläche sämtliche Einheiten der Landespolizeidirektion Tirol, das Stadtpolizeikommando Innsbruck, das Einsatzkommando Cobra mit der Direktion für Sondereinheiten – West, das Polizeianhaltezentrum (PAZ) sowie ein hochmodernes Einsatztrainingszentrum an einem zentralen Standort in der Kaiserjägerstraße. Zusätzlich werden Teile der IKT Abteilungen des BMI am Standort integriert. Damit können viele Synergien genutzt und den Bediensteten hochmoderne Arbeitsbedingungen geboten werden. Das neue Sicherheitszentrum besteht aus mehreren, höhendifferenzierten, durchlässig angeordneten Baukörpern. Vom Bestand werden nur das Gebäude an der Kaiserjägerstraße 8 und ein viergeschossiges Haus im Osten des Grundstücks erhalten. Die übrigen Bestandsgebäude werden abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. An der Kapuzinergasse entsteht ein neuer zentraler Eingang, von dem aus alle Funktionsbereiche zu erreichen sind. Zugang und Orientierung für die Bevölkerung werden dadurch wesentlich erleichtert.

Die Wettbewerbsjury mit Vertretern der ARE, der Landespolizeidirektion, der Stadt Innsbruck und der Architektenkammer begründet ihre Entscheidung wie folgt: "[…] Die Funktionsbeziehung unter den Organisationseinheiten wird auf möglichst kurzen Wegen ermöglicht. Besonders vorteilhaft ist die Zutritts- und Zufahrtssituation an einer Stelle ebenso wie das Entree mit dem offenen Bürgerservice. Das Spannungsfeld zwischen bürgernahen Dienstleistungszentrum und Sicherheitskonzept wurde in bemerkenswerter Weise gelöst. Ideal gelöst ist die Kanalisierung der unterschiedlichen Nutzerkategorien, insbesondere Besucher PAZ sowie die völlig abgekoppelte Zubringung von festgenommenen Personen. […]"

Bauabwicklung
Bevor die Bauarbeiten für das neue Sicherheitszentrum Tirol beginnen können, erfolgen die Detailplanungen gemeinsam mit den Siegerarchitekten und die baubehördlichen Genehmigungsverfahren. Aus heutiger Sicht werden die Bauarbeiten in zwei Etappen abgewickelt. Im ersten Bauabschnitt erfolgt der Abbruch der Bestandsgebäude mit Ausnahme des Stadtpolizeikommandos an der Kaiserjägerstraße 8 und des COBRA Gebäudes im Osten des Grundstücks. Danach beginnt die Neuerrichtung mehrerer Bürogebäude und des Polizeianhaltezentrums. Im zweiten Bauabschnitt werden die Bestandsgebäude des Stadtpolizeikommandos und der COBRA umfassend saniert und erweitert. Für die Dauer der Bauarbeiten übersiedeln die Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion und das Sondereinsatzkommando in die Frundsbergkaserne in Vomp. Das Polizeianhaltezentrum wird temporär in einem neuen Zubau der JA Innsbruck untergebracht. Alle übrigen Abteilungen verbleiben während der Bauarbeiten an ihren bisherigen Standorten in der Kaiserjägerstraße beziehungsweise am Innrain 34.

Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der ARE Austrian Real Estate GmbH: "Das neue Sicherheitszentrum Tirol wird ein offener und bürgernaher Dienstleistungskomplex, der die vielen herausfordernden Aufgaben der Tiroler Exekutive optimal an einem zentralen Standort bündelt. Läuft alles plangemäß, starten die Bauarbeiten 2019. Die Fertigstellung ist für Ende 2021 vorgesehen. Danach beginnen die Inbetriebnahme und Übersiedelung. Die ARE als Bauherr und Liegenschaftseigentümer investiert im Auftrag des Innenministeriums rund 80 Millionen Euro in die Neugestaltung des Sicherheitszentrums Tirol."

Wettbewerbsentscheidung

Architekturwettbewerb Sicherheitszentrum Tirol entschieden (PA 04.05.2018)