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Haus der Forschung

Das 2006 neu errichtete „Haus der Forschung“ in Wien Alsergrund bietet seinen Mietern moderne Architektur, ausgeklügelte Haustechnik und resultierend daraus geringe Betriebskosten. Der Löwenanteil der Flächen ist für die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) bestimmt. Weitere Büros sind an „kleinere“ Institutionen aus dem Bereich der Forschung vermietet. 

Die Planung des Hauses der Forschung erfolgte durch das Wiener Architektenteam Neumann + Partner und Mascha & Seethaler. Auf einer bebauten Fläche von rund 1.250 Quadratmeter wurden rund  9.300  Quadratmeter Nettogrundfläche auf fünf bzw. sechs Geschoßen errichtet. Dabei wurden alleine aufgrund der besonderen Thematik modernste Technologien eingesetzt, die auf optimale Energieeffizienz abzielen.

Das Objekt besteht aus zwei Bauteilen, die durch einen gemeinsamen Liftblock verbunden sind. Als Highlight kann das in Bauteil A befindliche „Penthouse-Geschoß“ bezeichnet werden, das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft genutzt wird. Das Erdgeschoss bietet neben einem für 150 Personen ausgerichteten Veranstaltungsraum Platz für ein öffentliches Cafe.

0-24 Licht

Neben dem technischen Fokus wurde im „Haus der Forschung“ zusätzlich besonderer Wert auf künstlerische Gestaltung gelegt. Das Architekten-Künstlerduo Andrea Van der Straeten und Angelo Stagno realisierte dort in Zusammenarbeit mit Bartenbach Lichtlabor das Projekt „O-24 Licht“.

Bei „O-24 Licht“ sind die vermeintlichen Stromkabel High-Tech Lichtleiter. Paralleles Sonnenlicht wird auf dem Dach des Hauses der Forschung mit einer so genannten Heliostaten-Anlage erfasst und auf Systeme über dem Eingang des Gebäudes umgeleitet. Dort wird es in Lichtfaserkabel eingespeist, die das Sonnenlicht ins Innere des Gebäudes tragen.  Hier kann das Sonnenlicht am Ende der Kabel, die im Foyer aus der Decke hängen, betrachtet oder gar angefasst werden. Es ist ein kaltes Licht. Der Transport des Lichtes vom Dach in die Kabel erfolgt tatsächlich in direkter Übertragung; schiebt sich eine Wolke vor die Sonne schwächt dies sofort die Lichtwirkung am Ende der Kabel.

Eckdaten

Baubeginn: Mai 2005
Fertigstellung: Juni 2006
Fläche: ca. 9.300 m²