Architekturwettbewerb für Bezirksgericht Seekirchen entschieden

Die ARE errichtet ein neues Bezirks­gericht in See­kirchen am Wallersee. Der Sieger­ent­wurf stammt vom Archi­tekturbüro g.o.y.a. ZT GmbH aus Wien.

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Die ARE Austrian Real Estate GmbH errichtet im Auftrag des Bundesministeriums für Verfassung, Reformen, Deregulierung und Justiz (BMVRDJ) ein neues Bezirksgericht in Seekirchen am Wallersee, im Salzburger Flachgau. Künftig werden am neuen Standort die Bezirksgerichte Thalgau, Neumarkt und Oberndorf zusammengelegt. "Der EU-weite, nicht offene, einstufige Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ist entschieden. Der Siegerentwurf stammt vom Architekturbüro g.o.y.a. ZT GmbH aus Wien", sagt Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der ARE. Nach aktuellem Stand ist der Baubeginn für 2020 vorgesehen. Die Bauzeit beträgt rund eineinhalb Jahre.

Zwischen Offenheit und Diskretion
Der Eingang zum neuen Bezirksgericht Seekirchen liegt an der Ostseite, angrenzend an den Stadtpark. Über einen Vorplatz gelangen Besucher und Mitarbeiter zur Sicherheitsschleuse und von dort aus weiter ins Foyer. Dieses wird über ein viergeschoßiges Atrium von oben belichtet und ist somit besonders hell und einladend gestaltet. Viel Licht und eine offene Atmosphäre wird es auch im südseitig gelegenen Servicebereich, der großzügig verglast wird, geben. Im nördlichen Bereich des Erdgeschoßes sind fünf Verhandlungssäle zwischen 30 und 70 Quadratmetern vorgesehen. Darüber hinaus sind ein eigener Raum für Videokonferenzen und ein separates Zimmer für sensible Einvernahmen geplant. Oberlichten und vorgesetzte Holz-Lamellen sorgen für das gebotene Maß an Privatsphäre. Die Büros in den drei Obergeschoßen sind ringförmig um das Atrium angelegt. Insgesamt umfasst das neue Bezirksgericht Seekirchen rund 1.900 Quadratmeter Nutzfläche.

Kompakte Form, effiziente Nutzung
Das neue Bezirksgericht Seekirchen hat eine kompakte Gebäudeform mit markant abgegrenzten Fenstern und Türen (Lochfassade). Während das Untergeschoß und Teile des Erdgeschoßes in Stahlbetonbauweise gefertigt werden, sind für die Außenwände der Obergeschoße 50cm starke Ziegel vorgesehen, wodurch ein sehr guter Dämmschutz nach draußen sichergestellt ist. Zudem ist für das Atrium eine Nachtlüftung geplant, die in den Sommermonaten für natürliche Kühlung sorgt. Für das Flachdach ist eine extensive Begrünung vorgesehen. Um den hohen Schallschutzanforderungen gerecht zu werden, sind Gangbereiche und Arbeitsräume mit abgehängten Akustikpaneelen ausgestattet.    

Umgebung und Erschließung
Das Projektgrundstück für das Bezirksgericht Seekirchen liegt zwischen Mathias-Bayrhamer-Straße im Norden und Max-Gandolf Straße im Süden und ist Teil eines Stadtentwicklungsprojekts der Stadtgemeinde Seekirchen. Im Zuge dieses Projekts wird nicht "nur" ein neues Bezirksgericht für den gesamten Flachgau errichtet, sondern - durch die Heimat Österreich gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft - auch attraktiver Wohnraum geschaffen. Die Zufahrt zum neuen Bezirksgericht Seekirchen erfolgt von Norden, von der Mathias-Bayrhamer-Straße aus.

Architekturwettbewerb Bezirksgericht Seekirchen entschieden (PA 26.07.2018)