Großbaustelle Sicherheitszentrum Tirol

Für das neue Sicherheitszentrum in Innsbruck wird bis zu neun Meter in die Tiefe gegraben und Grundwasser abgepumpt. 

Sicherheitszentrum Tirol - Luftaufnahme | © Keller Grundbau   1/6

In der Innsbrucker Kaiserjägerstraße errichtet die ARE das neue Sicherheitszentrum Tirol. Ein spannender ARE-Lokalaugenschein über Tonnenschweres Aushubmaterial, Brunnen und gelbe Wannen. 

Große Baggerschaufeln graben sich in das aufgeweichte Erdreich, kurz darauf rieselt die Erde in den schon bereitstehenden Kipplaster, der das Aushubmaterial sofort abtransportiert. Ein Lastwagen nach dem anderen verlässt schwer beladen die Baustelle. "Insgesamt müssen rund 100.000 Tonnen Erdmaterial bewegt werden, um Platz für die Tiefgarage zu schaffen. Dabei graben wir bis zu neun Meter tief. Sauberes Aushubmaterial wird dazu genutzt, einen aufgelassenen Steinbruch vor den Toren der Stadt zu rekultivieren, also zu verfüllen", berichtet Projektmanager Roland Meixner.

Zwischen den Baggern und LKW schlängeln sich Rohre aus der Erde in die Höhe und führen alle in eine Richtung, nämlich zum Inn. "Wir müssen für die Baugrube das Grundwasser absenken. Dazu wurden bereits zehn Brunnen gegraben und 1,1 Kilometer an Rohrleitungen verlegt. Pro Sekunde können bis zu 350 Liter in den Inn gepumpt werden", erklärt Projektmanager Martin Gottein. Ab nächster Woche starten die Arbeiten für die Bodenplatte der zweigeschoßigen Tiefgarage. "Bis die Bodenplatte fertig ist, werden die Pumpen Tag und Nacht laufen", ergänzt Meixner. Damit auch später kein Wasser in die Garage eintritt, werden die Außenmauern als "gelbe Wanne" errichtet. Dabei wird am Beton eine Dichtfolie angebracht, deren innenliegende Filzschicht verbindet sich mit dem Beton. "Bis März 2022 wird die Tiefgarage errichtet, dann startet der Hochbau", sagt Gottein.

Das Sicherheitszentrum wird ein Ensemble bestehend aus insgesamt sieben Baukörpern. Nach den Plänen der Wiener Architekturbüros Geiswinkler & Geiswinkler und HD Architekten bleiben zwei Bestandsgebäude erhalten und werden einer umfassenden Sanierung unterzogen sowie aufgestockt. Nach der geplanten Gesamtfertigstellung 2025 werden auf rund 24.300 Quadratmetern Nutzfläche Dienststellen der Landespolizeidirektion Tirol, das Stadtpolizeikommando Innsbruck, die Direktion für Spezialeinheiten (DSE) - West mit dem Einsatzkommando Cobra, das Polizeianhaltezentrum (PAZ) sowie ein hochmodernes Einsatztrainingszentrum in der Kaiserjägerstraße gebündelt sein. Zusätzlich werden Teile der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Abteilungen des BMI am Standort integriert.