Historischer Wintergarten saniert

Im Bezirksgericht Schwechat wurde im Rahmen der etappenweisen Sanierung der Wintergarten aufwendig überholt.

Historischer Wintergarten im Bezirksgericht Schwechat | © Stephan Huger   1/4

Seit 2017 wird das Schloss Altkettenhof in der Schloßstraße 7, in dem sich das Bezirksgericht sowie das Justizbildungszentrum Schwechat befindet, saniert. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde 1901 erbaut und hat eine Nutzfläche von rund 3.900 m2.

Davon entfallen rund 93 m2 auf den historischen Wintergarten, der bereits zur Gänze erneuert wurde und ein wichtiger Baustein im Zuge der Gesamtsanierung ist. Von Herbst 2019 bis Mai 2020 wurde hier die gesamte Außenfassade weitestgehend zerlegt und in akribischer Kleinstarbeit saniert. Ebenso waren die Herstellung einer neuen Innenfassade, die Umsetzung eines neuen Haustechnik-Konzeptes mit Neuherstellung der Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die Sanierung und Ergänzung des historischen Terrazzo-Bodens umgesetzte Maßnahmen. Die Oberflächensanierung der Malerei sowie die Erneuerung der Beleuchtung geben dem Wintergarten nun zusätzlich ein einladendes frisches Erscheinungsbild.

Eine besondere Herausforderung bei den Sanierungsarbeiten waren die Vorgaben des Bundesdenkmalamts. Hier standen bisher beispielsweise die originalgetreue Wiederherstellung der Fassade sowie die bestehende Stahlkonstruktion des Wintergartens im Vordergrund. Erst während den Demontagearbeiten der bestehenden Konstruktion wurde ersichtlich, dass diese statisch nicht mehr den Anforderungen entspricht und wurde dementsprechend verstärkt. Ebenso komplex war die Anpassung der neuen innenliegenden, wärmegedämmten Stahlkonstruktion samt Heizkörper an den Bestand in Hinblick auf die Gliederung und das Farbkonzept. Der als Speise- und Veranstaltungssaal genutzte Wintergarten musste während der Sanierung gesperrt werden. Der Betrieb wurde nach der Übergabe im Mai 2020 wieder aufgenommen.

 

Im Zuge des sich über fünf Jahre erstreckenden Sanierungsplanes wurden bisher ebenso der Abbruch der ehemaligen Tennisplätze und die Rohrsanierung im Gästehaus durchgeführt, Parkflächen überarbeitet und durch das Setzen von Findlingen abgegrenzt, eine Taubenabwehr installiert sowie die nord-, süd- und westseitigen Terrassen und Balkone saniert.

Für die Jahre 2021 und 2022 ist neben der Überarbeitung der Gaupeneinfassungen und des Gebäudesockels, die Erneuerung der Fassade an weiteren Gebäudeabschnitten geplant. Insgesamt werden für die Sanierung des Bezirksgericht Schwechat rund 2 Mio. Euro investiert.

Das ARE-Projekt wurde durch das Atelier Wehofer Architekten, den Unternehmensbereich Spezialimmobilien sowie das OFM-Team NÖ-Süd begleitet. Sämtliche Leistungen werden in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt erbracht.