Sicherheitszentrum Tirol in Vollbetrieb
Das neue Sicherheitszentrum Tirol in Innsbruck ist fertiggestellt. Nach der Übergabe durch die ARE Austrian Real Estate (ARE) an das Bundesministerium für Inneres (BMI) und die Landespolizeidirektion Tirol sind nun alle Gebäude in Vollbetrieb. Während zwischen 2021 und 2024/2025 fünf Neubauten errichtet wurden, ist jetzt auch die Sanierung von zwei Bestandsgebäuden abgeschlossen und das Ensemble finalisiert. Innenminister Gerhard Karner, Landeshauptmann Anton Mattle, ARE Geschäftsführerin Christine Dornaus und Landespolizeidirektor Helmut Tomac gaben am 20. Oktober 2026 exklusive Einblicke in das Großprojekt und eröffneten das neue Cybercrime-Trainingscenter.
"Mit dem Sicherheitszentrum Tirol ist ein zukunftsweisender neuer Standort für das Innenministerium und die Landespolizeidirektion entstanden, der moderne Architektur, funktionale Anforderungen und hohe Qualitätsstandards bei einem effizienten Betrieb vereint. Nach Abschluss der umfassenden Sanierungsarbeiten von zwei Bestandsgebäuden, ist der Komplex mit einer Fläche von insgesamt 56.500 Quadratmetern nach etwa fünf Jahren Bauzeit fertiggestellt und seit kurzem in Vollbetrieb", sagt ARE Geschäftsführerin Christine Dornaus.
Polizeidienststellen an einem Standort vereint
Das neue Sicherheitszentrum Tirol in Innsbruck wurde im Auftrag des Innenministeriums von der Austrian Real Estate (ARE) errichtet. Zwischen Kapuzinergasse und Kaiserjägerstraße entstand ein Ensemble aus insgesamt sieben Gebäuden nach den Plänen von Geiswinkler & Geiswinkler Architekten. Auf insgesamt rund 56.500 Quadratmetern sind nun 19 Organisationsteile der Landespolizeidirektion Tirol und des BMI, wie das Cybercrime- Trainingscenter, die Landesleitzentrale, das Stadtpolizeikommando Innsbruck, die Direktion für Spezialeinheiten (DSE) West, das Polizeianhaltezentrum (PAZ) sowie ein hochmodernes Einsatztrainingszentrum mit einer Videoschießanlage an einem zentralen Standort gebündelt. Über 900 Bediensteten steht damit ein modernes und zeitgemäßes Arbeits-, Ausbildungs- und Trainingsumfeld an einem zentralen Standort zur Verfügung.
Bestandssanierung als letzte Bauphase
Nach der Fertigstellung der ersten drei Neubauten im Jahr 2024 war der zu erhaltende Bestand frei für die Generalsanierung. Sowohl das bisherige Hauptgebäude in der Kaiserjägerstraße 8 als auch der östlich gelegene Bestand im Hof wurden umfassend saniert. Dabei wurden die Fassaden saniert, die technische Infrastruktur genauso wie Oberflächen und Sanitäranlagen erneuert sowie die Funktionen innerhalb der Gebäude neu organisiert. So wurde die bestehende Bausubstanz erhalten und den Anforderungen eines zukunftsorientierten Sicherheitsstandorts angepasst. Darüber hinaus wurden beide Gebäude um jeweils zwei Geschoße aufgestockt und damit auch architektonisch in das Ensemble integriert.
Energieversorgung aus Grundwasser und Fernwärme & grüne Dächer
Beim neuen Sicherheitszentrum achtete die ARE gemeinsam mit dem BMI und der LPD Tirol auf Energieeffizienz und die Schaffung von begrünten Freiflächen. So wurden die Dächer der Neubauten extensiv begrünt und der Innenhof "Ahornboden" als auch die Terrasse "Waldrast" im ersten Obergeschoß entsprechend bepflanzt. Auf den Dächern wurde eine Photovoltaikanlage mit etwa 250 Kilowatt peak errichtet, die einen Teil des benötigten Stromes lokal erzeugt. Die Energieversorgung erfolgt durch die Nutzung von Fernwärme, Fernkälte und des Grundwassers über Wärmepumpen. Durch ein kluges Fassadensystem kann in den Büroräumen ganzjährig – ohne Sicherheitseinbußen - natürlich gelüftet werden und somit auf eine künstliche Klimatisierung in diesen Bereichen verzichtet werden.